Pollenzeit – Leidenszeit
Nicht für alle bringt der Frühling nur Glücksgefühle. Der Heuschnupfen (Pollinose) schränkt viele (rund ein Drittel der hiesigen Bevölkerung) ein. Logisch, auch Sportler. Sie haben sich besonders auseinanderzusetzen mit verminderter Leistungsfähigkeit, grosser Müdigkeit, eingeschränkter Motivation. Vom «ewz power team» haben wir Martin Rosser kontaktiert.
«Schon als Kind war für mich der Frühling belastet, und jetzt als ambitionierter Läufer sind die Leistungen in dieser Jahreszeit immer unbefriedigender geworden», sagt Martin Rosser. Als Beispiel nennt der ambitionierte Marathonläufer sein Abschneiden am Zürich Marathon:
Mehrmals musste er aufgeben. Seine Bestzeit von 2:41:10-Stunden aus dem Jahr 2007 entspricht nicht dem, was er zu leisten fähig sein müsste. «Das ist frustrierend», sagt Rosser dazu.
Besonders massiv traf es ihn vor vier Jahren. «Nach einem langen Winter spross plötzlich alles miteinander und besonders heftig», erinnert er sich. Weil er nicht auf Gräser, sondern auf einige früh blühende Bäume und Sträucher reagiert, war er in den letzten beiden Monaten der Vorbereitung massiv eingeschränkt. Er lief trotzdem als Tempomacher für alle, die es in drei Stunden schaffen wollten – mit tränenden Augen, «laufender Nase», verstopften Atemwegen und folglich «zu wenig Luft».
Langfristig gehandelt.
«Was kann ich tun?» fragte sich Rosser anschliessend. Er hörte sich im Bekanntenkreis um, recherchierte im Internet und konsultierte den Hausarzt. Sport nach Regenschauern und/oder vor allem am Morgen wurde ihm empfohlen. Das befriedigte Rosser nicht. Schliesslich entschloss er sich für die langfristige Hyposensibilisierung, bei der ihm in Abständen von einer Woche bis zu einem Monat fein austarierte Dosen mit den auf ihn abgestimmten Allergenen in den Oberarm gespritzt worden sind. Drei Jahre dauert diese Therapie. Als Alternativen hätten sich Medikamente, Sprays, homöopathische Mittel anerboten.
Nun befindet sich Martin Rosser im dritten Jahr. Und der Optimismus ist gross. Bis jetzt spürt er keine Symptome. «Das ist ein tolles Gefühl», sagt er und hofft, dass er nun in diesem Frühling die gewünschten Resultate erzielen kann.