Positives nach langem Leidensweg – Ronnie Schildknecht
Ronnie Schildknecht belegte am Ironman 70.3 Südafrika in East London Rang 2 hinter Marino Vanhoenacker (Be). «Ich habe das Optimum aus einem rabenschwarzen Tag herausgeholt», bilanzierte er.
Es war nicht der Tag des Fünffach-Siegers am Ironman Switzerland in Zürich. Ronnie Schildknecht kämpfe schon vor dem Start mit Durchfall, und das wirkte sich bei Temperaturen um die 30 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit umso stärker aus. «Völlig kraftlos fühlte ich mich vor allem auf dem Velo», beschrieb der Routinier sein Befinden auf der Strecke. Den späteren Sieger Vanhoenckeren musste er ziehen lasse. An Domenico Passuello (It) und Kent Horner (SA) vermochte er nur mit letzter Kraft dranzubleiben. «Das ist nicht normal», empfand er.
Perfektes Trainingslager.
Etwas besser fühlte sich Schildknecht erst auf der Halbmarathon-Strecke zu Fuss. Den zweiten Rang vermochte er sicherzustellen. Der Sieg aber blieb ausser Reichweite. Mit zwiespältigen Gefühlen bilanzierte er: «Ich bin zufrieden, habe aus einem schlechten Tag das Optimum herausgeholt. Die Leistung aber entspricht keinesfalls dem, was ich müsste leisten können. » Der Rückstand von 6:31-Minuten auf den Belgier zeigt dies deutlich auf.
Der Grund dafür, dass für Schildknecht das Positive dennoch klar überwiegt, gründet primär im zweieinhalbwöchigen Trainingslager, das er zuvor in Stellenbosch absolvierte. «Perfekt waren diese Tage», schwärmt er. Die Umgebung, die Infrastruktur, das Leben an diesem Ort strich er heraus. «In dieses Trainingsmekka werde ich zurückkehren», versprach er und hielt für sich fest: «Für mich war das Training entscheidend und nicht dieser Wettkampf. Als Nebeneffekt quasi durfte er sich weitere Punkte im Hawaii-Ranking gutschreiben lassen.
East London (SA). Ironman 70.3 Südafrika.
1.9 km Schwimmen, 90 km Radfahren, 21,1 km Laufen.
Männer:
1. Marino Vanhoenacker (Bel) 04:06:25.
2. Ronnie Schildknecht «ewz power team» 6:31 Minuten zurück.
3. Domenico Passuello (Ita) 12:12.
4) Mark Threlfall (Gb) 13:21
5) Kent Horner (SA) 15:09