Drei Mal Gold für van Berkel.
An den Schweizer Kurzbahn-Meisterschaften der Schwimmer in Uster gehörte Martina van Berkel vom «ewz power team» zu den grossen Figuren und erfolgreichsten Titelsammlerinnen.
Drei Mal Gold sowie je einmal Silber und Bronze als Einzelschwimmerin sowie zwei Mal Silber mit der Staffel – das ist die eindrückliche Bilanz, welche Martina van Berkel bei ihrem Mammutprogramm an den dreitägigen Titelkämpfen in Uster erreichte. Zuoberst auf dem Podest stand die 22-Jährige über 200 m Delphin, 200 m Rücken sowie über 400 m Lagen. «Derart erfolgreich war ich soviel ich weiss noch nie», sagte sie. Das zeigt sich auch bei den EM-Limiten. Über fünf der sechs Distanzen erfüllte sie den erforderlichen Wert für die EM vom 8. bis 11. Dezember in Polen. Verblüffender Weise auch in nicht bevorzugten Disziplinen wie 400 m Crawl oder 400 m Lagen.
«Zu langsam» da, ganz schnell dort.
Und trotzdem, völlig zufrieden präsentierte sich Martina van Berkel nicht. «Es ist schön, wenn du derart viele Medaillen heimtragen kannst, aber es ist schmerzhaft, wenn dir das Hauptrennen am schlechtesten gelingt.» Ihre Leistung über 200 m Delphin sprach sie an. In 2:10,07-Minuten wurde sie gestoppt. Um eine international zwar bemerkenswerte Zeit handelt es sich, aber im Vergleich zum eigenen Schweizerrekord von Ende Oktober von 2:07,43 war sie enttäuschend. Ganz stark hingegen ist die Steigerung über 200 m Rücken. Mit 2:10,90-Minuten hatte sie vor den Titelkämpfen zu Buche gestanden. Auf 2:10,62 steigerte sie sich im Vorlauf. Im Final pulverisierte sie die eigene Marke und schlug nach 2:08,66 an.
Flug zu den Olympia-Stätten.
Spezifisch vorbereitet hatte Martina van Berkel diese Meisterschaften nicht. «Ich trainierte bis Anfang Woche hart durch und reduzierte den Umfang anschliessend nur geringfügig», sagte sie. An der EM will sie ausgeruhter antreten. Und Ruhe, sprich Erholung gönnt sie sich auch in den nächsten beiden Tagen. Für zwei Tage fliegt sie zusammen mit Bruder Jan nach London, sie die Schwimmerin, er der Triathlet. «Motivation tanken in der Olympiastad und die Schauplätze des nächsten Sommers kennen lernen», nennen die Geschwister den Hintergrund dieses Trips.