Nicole Hofer roch am Sieg.

An der 70.3-Europameisterschaft in Wiesbaden (D) verlor Nicole Hofer Hoffnung auf einen Medaillengewinn erst auf den letzten 500 m.

Nicole Hofer lieferte eine starke Leistung ab und mit dem vierten Rang realisierte sie beim Klassiker in Deutschland ein Spitzenergebnis. Dennoch aber hielt sie fest: «Ganz glücklich macht mich dieses Resultat nicht.» Die Aussage war begründet: «Ich führte derart lange, dass mehr hätte herausschauen müssen.»

Nach den 1,9 km Schwimmen wechselte die 70.3-Spezialistin des «ewz power team» an zweiter Position aufs Velo. In der Mitteldisziplin übernahm sie früh die Führung. Und sie war die bestimmende Athletin. Einen Vorsprung von 4:43-Minuten auf die Konkurrenz fuhr sie heraus. Das reichte nicht. Aufgrund ihrer Hüft- und Schienbein-Verletzungen Anfang Frühling macht sich das zurückgestufte Lauftraining weiterhin bemerkbar.

Immer schwerer wurden ihre Schritte, ihren Rhythmus konnte sie nicht durchziehen. Die Folge: Sie wurde überholt – zuerst von Yvonne van Vlerken (Ho), sodann von Desiree Ficker (USA) und schliesslich auf den letzten 500 m von Kristin Möller (D). Mit einem Anflug von Sarkasmus sagte sie: «Auf dem letzten Streckendrittel war’s kein Kampf mehr gegen die Konkurrenz, es war ein Kampf gegen zwei Stimmen in mir selber. Die eine pushte, die andere riet zum Anhalten und den Schmerzen nachzugeben.»

Wiesbaden (De). Ironman 70.3, Europameisterschaft
1,9 km Schwimmen, 90 km Rad, 21.1 km Laufen
Frauen:

1. Yvonne van Vlerken (Ho) 4:41:52
2. Desiree Ficker (USA) 0:23 Minuten zurück
3. Kristin Möller (D) 1:18
4. Nicole Hofer ewz power team 3:35

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