Martina van Berkel erstmals in einem EM-Halbfinal.
Mit Rang 11, der Qualifikation fürs Halbfinale und einer Zeit nahe an ihrer persönlichen Bestmarke, überraschte Martina van Berkel an den Langbahn-Europameisterschaften der Schwimmer in Budapest.
Auf ihre beste Disziplin, die 200 m Delphin, hatte Martina van Berkel ihren Fokus gerichtet. Und die 21-Jährige reüssierte. Mit einer Zeit von 2:12,85-Minuten qualifizierte sie sich erstmals auf internationaler Ebene für einen Halbfinal. Etwas ganz Besonderes durchlebte sie nun: «Üblicherweise bin ich immer sehr nervös, jetzt war ich ruhig. Eine riesige Vorfreude begleitete mich.» Die Lockerheit wirkte sich nicht leistungshemmend aus, im Gegenteil. Martina van Berkel schlug nach 2:10,52-Minuten als fünfte ihrer ersten Serie an. Nur 16 Hundertstel blieb sie damit über ihrem eigenen Schweizer Rekord. Diese, datiert aus dem Vorjahr, realisierte sie mit einem Hightech-Anzug wie er mittlerweile verboten ist.
Zuerst ärgerte sich die ehrgeizige Schwimmerin allerdings ein wenig. «So knapp am Rekord vorbei, und ebenfalls fehlte nur wenig für den Final.» Mit etwas mehr Distanz erkannte sie aber den Wert ihrer Leistung: «Das war mein bestes Rennen und jetzt gehöre auch ich zumindest mit einem Fuss zur europäischen Elite.»
Bestzeiten auch über 100 m Delphin und 200 m Rücken
Nicht eigentlich diese 200-m-Delphin-Topleistung hatte Martina van Berkel vor den Titelkämpfen auf die Fahnen geschrieben, sondern persönliche Saisonbestzeiten in jeder Disziplin. In dreien trat sie an: neben den 200 m Delphin auch über 100 m Delphin und 200 m Rücken. Auch diese Vorgabe erfüllte sie. Ganz knapp, nämlich um einen einzigen Hundertstel, steigerte sie sich über 100 m Delphin (auf 1:01,64). Damit belegte sie Platz 29.
Noch besser in Szene setzte sie sich über 200 m Rücken. Wiederum steigerte sie sich minim, nämlich um einen Zehtel auf 2:12,85 Minuten. Rang 20 war damit verbunden. «Mit dieser Zeit überraschte ich mich selber positiv», sagte sie. Und viel erfolgreicher hätten diese Europameisterschaften kaum erfolgen können.