Auf verlorenem Posten.
An der Europameisterschaft in Athlone (Irl) stieg Sven Riederer auf der Laufstrecke entkräftet aus – weil er zuvor auf dem Velo Kräfte verschleudern musste.
Viel vorgenommen hatte sich der EM-Dritte von 2005 für die diesjährigen Kontinental-Titelkämpfe. Schliesslich ist er in Form, nicht zuletzt der hervorragende dritte Platz beim WM-Serie-Rennen von Madrid bewies dies. Diese Form brachte ihm wenig. Nachdem eine hochkarätige Fünfergruppe mit dem späteren Europameister Alistair Brownlee (Gb) und Javier Gomez (Sp) sogleich nach dem Schwimmen auf und davon gefahren war, sah sich Riederer zum Handeln gezwungen. Und er handelte. Zusammen mit dem deutschen Weltklasse-Mann Steffen Justus organisierte er die Verfolgung. Das Pech dieses Duos war’s, dass sie kaum unterstützt wurden. Die Folge: Riederer wie Justus liessen enorm viel Kraft liegen. Auf dem Laufparcours rächte sich dieser Kräfteverschleiss. Rasch sah Riederer die Aussicht auf einen Toprang schwinden. Und Riederer entschied sich aufgrund der rasch folgenden nächsten Top-Rennen zum Kräftesparen. Nach etwas halber Laufdistanz stieg er bitter enttäuscht aus.