WM-Serie-Podestplatz für Riederer.
Beim dritten Rennen der diesjährigen WM-Serie glückte Sven Riederer mit Rang 3 ein Topergebnis.
Riederer errang das wertvollste Ergebnis für das «ewz power team» auf dieser Stufe. Zum Erfolg trugen eine kluge Renneinteilung und eine ideale Rennkonstellation bei. Auf dem Velo nutzte er seine Position in den vordersten Rängen, um bei der späten Attacke in der zweitletzten Runde zu folgen. Nun zählte Riederer zur hochkarätigen Spitzengruppe, der u.a. Weltmeister Alistair Brownlee (Gb), Courtney Atkinson (Au) und Ex-Weltmeister Javier Gomez (Sp) angehörten. Und diese Gruppe sorgte für enormen Durck. Rasch wuchs der Vorsprung aufs grosse Feld auf eine Minute an. «Es geschieht vielleicht alle fünf Jahre einmal, dass sich eine solche Rennkonstellation bildet», freute sich Riederer.
Taktisches Geschick.
Damit gab er sich aber nicht zufrieden. Der 29-Jährige verhielt sich auf den anschliessenden 10 Laufkilometern auch taktisch geschickt. Riederer liess Brownlee und Atkinson ziehen und lief einen regelmässigen Rhythmus. Dabei liess er sich auch durch die hohen Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit nicht bremsen. Schliesslich stiess er bis auf die dritte Position vor. 26 Sekunden fehlten ihm im Ziel zum Sieg (Brownlee), 16, Sekunden auf Platz 2 (Atkinson), 10 Sekunden holte er aber auch Gomez heraus, gar 32 auf Steffen. Und Olympiasieger Jan Frodeno, der aus der Verfolgergruppe herangelaufen kam, fehlten deutliche 31 Sekunden bis zu Riederer.
Riederer freute sich über sein Glanzresultat: «Ich kann jetzt diese Strecke durchziehen, das gibt Selbstvertrauen.» Nach dem wenig zufrieden stellenden internationalen Einstand in Seoul vier Wochen zuvor (Platz 25) hat er die richtigen Schlüsse gezogen. Er passte das Training mit intensiven und harten Einheiten so an, dass er wieder über genügend Substanz für die Distanz verfügte. Die Spitzigkeit indes vermochte er gekonnt zu halten. Ebenso verzichtete er auf Kräfte raubende Zwischenkicks. Mit seinem Rennen verdiente sich Riederer nicht zuletzt höchstes Lob von Nationaltrainer Iwan Schuwey: «Sven hat während des ganzen Rennens die Vorgaben im Massstab 1:1 umgesetzt.» Er selber bilanzierte: «Das ist ein Resultat, auf dem ich wunderbar aufbauen kann.»
Madrid (Sp). Triathlon WM-Serie (3/7) (1,5/40/10 km), Männer:
1. Alistair Brownlee (Gb) 1:52:41
2. Courtney Atkinson (Au) 0:10 Minuten zurück
3. Sven Riederer «ewz power team» 0:26
4. Javier Gomez (Sp) 036
5. Steffen Justus (De) 0:58
6. Jan Frodeno (D) 1:27
44. Ruedi Wild (Sz) 6:22
50. Reto Hug (Sz) 7:52
Stand WM-Serie (nach 3 von 7 Rennen):
1. Alexander Brukhankov (Rus) 1723 Punkte.
2. Dmitry Polyansky (Rus) 1639.
3. Courtney Atkinson (Au) 1480.
4. Jan Frodeno (D) 1413.
5. Bevan Docherty (Nzl) 1301.
11. Riederer 808.
16. Hug 659.
68. Wild 56.
73. Lukas Salvisberg (Sz) «ewz power team» 52.