Vom Ex-Weltmeister übertölpelt.
Lukas Salvisberg wurde beim Sprint-Triathlon in Stettfurt vom ehemaligen Weltmeister Daniel Unger (D) auf den letzten drei Metern überspurtet. Trotz des Missgeschicks spricht er von einem erfreulichen Rennen.
Angespannt fühlte sich der 22-Jährige. Der Grund: Die bisherigen Rennen in der noch jungen Saison glückten nicht wunschgemäss – weder am Auftakt zur World Championship Serie in Sydney (34.), noch beim Sprint-Triathlon in Wallisellen (6.). Doch in Stettfurt (TG) stellte er sogleich beim Schwimmen fest, dass «es extrem gut läuft». Zusammen mit seinen beiden Brüdern Andrea und Florin bestimmte er den Rhythmus auf den 600 m und sorgte früh für eine Zäsur. Die Sechsergruppe, die sich auf dem ersten, der drei Veloabschitte bildete, wurde danach von den Verfolgern nie mehr gesehen – obwohl drei Mal 8 km zu pedalen und drei Mal 1,4 km zu laufen waren.
Das unerwartet gute Wettkampfgefühl hielt bei Lukas Salvisberg an. «Ich fuhr mit Druck und ich lief mit viel Power ohne zu ermüden», freute er sich. So war er es, der den routinierten Ex-Weltmeister Daniel Unger (D) bis zu letzt forderte. Mehr noch. Salvisberg sah auf den letzten Metern eigentlich wie der sichere Spurt-Sieger aus. Auf den letzten drei Metern liess er sich aber abfangen – «wie, das ist mir ein Rätsel», sagte er. Trotz des verpassten Sieges überwog die Genugtuung. Von «einer extremen Motivation» sprach er. Und sogleich folgt die nächste Bewährungsprobe auf internationalem Terrain. Mit dem Schweizer Nationalteam (inkl. Teamkollege Sven Riederer, 3. in Stettfurt) flog er nach Seoul zum nächsten Rennen der World Championship Serie.
Und Salvisberg nimmt ein weiteres «tolles Gefühl» mit in die nächsten Wochen. Mit seinen beiden Brüdern bildet er «etwas wie ein kleines Team im Team». Ihn freut, wie der 21-jährige Andrea (5.) und der 19-jährige Florin (8.) bereits mithalten mit den internationalen Cracks.
Stettfurt TG. Pro-Sprint-Serie (600 m Schwimmen, je 3x 8 km Rad, 1,4 km Laufen)
Männer:
1. Daniel Unger (De) 56:12,0
2. Lukas Salvisberg «ewz power team» 0:00,1 zurück
3. Sven Riederer «ewz power team» 0:16
4. Andi Böcherer (De) 0:27
5. Andrea Salvisberg «ewz power team» 0:31
6. Marc-Yvan De Kaenel (Lufingen) 0:49
8. Florin Salvisberg «ewz power team» 1:44
Gesamtwertung (2/4).
Männer:
1. Riederer 185 Punkte
2. Lukas Salvisberg 168
3. Ruedi Wild 166
4. Andrea Salvisberg 165