Wechsel ins Team des Ironman-Champions.

Jan van Berkel (24) wechselt vom «ewz power team» ins internationale Team Abu Dhabi mit Hawaii-Gewinner Faris Al-Sultan (D).


Vor allem sportliche, aber auch finanzielle Überlegungen bewegten Jan van Berkel nach sechs Jahren zum Verlassen des «ewz power team». Schwierig sei ihm dieser Schritt gefallen, sagt van Berkel, zumal er dem «ewz power team» viel zu verdanken habe und auf seinem Weg immer unterstützt worden sei. Von vorwiegend nationaler Ausrichtung geht es nun quasi zur internationalen über. Olympia 2012 in London ist van Berkels Fernziel. «Mit dem neuen Team zielt jede Bewegung in diese Richtung», sagt er.

Van Berkel stösst zu einem internationalen Team. Gegründet wurde das Abu Dhabi Triathlon Team vor rund einem Jahr. Zweck der Initianten des staatlichen Tourismus Vereins von Abu Dhabi ist es, den Namen in die Welt hinauszutragen. Zwei weitere Sportteams sind hierfür gegründet worden: in der Formel 1 und im Motorbootsport. Leader des Triathlon-Teams ist Faris Al-Sultan, der Sieger des Ironman Hawaii im Jahr 2005. Im ersten Jahr hatte er je zwei Deutsche Langdistanz-Spezialistinnen (Ina Reinders und Andrea Steinbecher) und -Spezialisten (Sven Sundberg und Andreas Böcherer) um sich geschart. Auf die folgende Saison sind neben Jan van Berkel Pete Jacobs (Au), der Hawaii-Achte des letzten Jahres und Rachel Joyce (Gb), die Hawaii-Sechste von 2009 hinzugestossen. Auf der Olympischen Distanz ist van Berkel damit einziges Teammitglied. Er sieht dies «als Ehre und zusätzliche Motivation».

Fürs erste Trainingslager flieg Jan van Berkel bereits Ende Monat nach Al Ain in den Vereinigten Arabischen Emiraten. «Perfekte Anlagen erwarten uns», hat er recherchiert. Auch bezüglich Trainings denkt er zu profitieren. «Diese Cracks haben mir wohl einiges voraus. Da lassen sich Synergien finden.» Der Wettkampfeinstand ist ebenfalls in Abu Dhabi geplant, nämlich Mitte März. Mit dem Wechsel ins Abu Dhabi Team und seinem Nationenwechsel (letztes Jahr zu Holland) hat Jan van Berkel seine Internationalität weiter vorangetrieben. Die Schweiz bildet aber nach wie vor seine sportliche Heimat. Heimrennen hat er fix eingeplant. «Die Schweizer Rennen werden den Grundstock für den Formaufbau darstellen», sagt er.

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