Vorbereitung wie im Bilderbuch.
Westlake Village hiess die Örtlichkeit in der sich die beiden Hoffnungsträger des «ewz power team» auf den Ironman Hawaii vom 10. Oktober vorbereitet haben. Im Süden Kalifornien befindet sich diese. Und dort hat sich bei beiden eine gewaltige Vorfreude auf das prestigeträchtige Saisonfinale entwickelt: die Ironman World Championships Hawaii.
Zuversicht verbreiten sie. Vor allem Ronnie Schildknecht spricht von einer Entwicklung: «Ich fühlte mich von Tag zu Tag besser.» Aufgrund des Pfeifferschen Drüsenfiebers vom Frühling wurde er während des Sommers in der Schweiz ständig von Müdigkeitssymptomen begleitet. Diese zeigten sich bei ihm kaum mehr: «Trotz des harten Trainings ging es mir nun viel besser.»
Triathlon-Paradies
In Westlake bereiteten sich die beiden erfahrenen Ironman-Spezialisten zum ersten Mal vor. Von «einem Triathlon-Paradies», sprechen sie. Für Hawaii-Aspiranten ideales Wetter streichen sie hervor: bis zu 40 Grad gegen das Landesinnere, an der Küste aber angenehme 25 Grad. Auf «schier unbegrenzten Möglichkeiten auf dem Rad» stiessen sie. Lange Anstiege (bis zu 12 km) liessen sich fahren, ebenso Tempoeinheiten in der Fläche – und dazu störte wenig Verkehr. Als «phantastisch» bezeichnen die beiden Routiniers die Lauftrails, als «perfekt» die Nähe zum Pool: 5 Minuten. «Besser geht’s kaum mehr», sagen sie und schliessen: «Nächstes Jahr kommen wir zur Hawaii-Vorbereitung wieder hierher.»
Mit dem Weltmeister.
Trainiert wurde in den drei Wochen effizient und hart. Mit von der Partie war auch Serge Meyer und bei den vielen Rad- und Laufeinheiten der einstige Hawaii-Sieger Chris McCormack. «Wir konnten von der Erfahrung eines sehr sympathischen Ironman-Champions profitieren», sagen Schildknecht und Riesen. Ziehen sie Bilanz, so sieht diese wie folgt aus: «Diese Vorbereitung machte viel Spass und die Fortschritte stellten sich wunschgemäss ein.»
Begeistert erzählen sie von einem Parade-Training: einer 180-km-Veloausfahrt mit anschliessendem «Koppellauf». «Solche Trainings zeigen, wie man die Distanz erträgt», sagt Riesen. «Sie ermöglichen zudem das Austesten der Ernährung», ergänzt Schildknecht. Und beide betonen, wie «gut unser Befinden auch hinterher noch war».
Und nun sind sie also auf Hawaii, Big Island, eingetroffen. «Da kommen Emotionen hoch», betonen Schildknecht und Riesen, «vor allem Erinnerungen an Hochs, aber auch an Tiefs.» Jetzt geht es darum, in den letzten acht Tagen vor dem grossen Rennen die Kräfte zu bündeln, damit sämtliche Energie am Tag X umgesetzt werden kann.