«Ich bin bereit».

Roger Fischlin vom «ewz power team» gilt als Favorit des Dreitage-Gigathlon von Anfang Juli. Er äussert sich zur Herausforderung, zu seinen Gefühlen und zur Vorbereitung.

Gigathlon – das Synonym für begeisternden Ausdauersport mit Abenteuer-Charakter zieht ab nächsten Freitag nicht nur die 234 Single-Gigathleten, die 291 Couples und die 943 Fünferteams in ihren Bann ziehen. Der Gigathlon wird ebenso zum Medienereignis. 448 km, garniert mit 8310 Höhenmetern sind in den Disziplinen Schwimmen, Rad, Inline, Bike und Laufen insgesamt in der Ostschweiz zu bewältigen. Roger Fischlin äussert sich zur Herausforderung, zur Vorfreude und zur Vorbereitung.

Roger Fischlin, nicht 24 Stunden wie vor drei Jahren und nicht 7 Tage wie vor zwei werden Sie beim diesjährigen Gigathlon gefordert, sondern während drei Tages-Etappen. Fühlen Sie sich herausgefordert?

Roger Fischlin: Keine Frage, sonst müsste ich gar nicht antreten. Der Gigathlon hat das Abenteuerliche behalten. Für mich besteht die Herausforderung gerade im weniger Gigantischen. Dieser Gigathlon erstaunt nicht mit immensen Höhenmetern, aber er erfordert höhere Grundtempi. Die Schwierigkeit besteht im ganzen Paket, in der Abwechslung, die verlangt wird. Und auch bei diesem Gigathlon muss alles stimmen, etwa die Ernährung.

Trotzdem, Sie scheinen relaxter als etwa im Vorfeld der letzten beiden Austragungen.

Die Spannung ist etwas geringer. Die Erfahrung spielt mit: Das habe ich alles schon erlebt. Zudem, sieben Tage fordern mental stärker heraus. Rein sportlich fühle ich mich ähnlich gefordert.

Wie stellen Sie sich auf die Unbekannten ein?

Ich will mein Rennen machen, ein gutes Rennen. Und ich freue mich riesig auf eine tolle, abwechslungsreiche Strecke. Ich bin bereit. Sie haben jeden Streckenabschnitt besichtigt. Gab’s Überraschungen?

Profunde Streckenkenntnisse sind für mich ein Muss. So stellte ich fest: Der so genannte «Flowing Sunday» ist trügerisch. Für mich ist er mit seinen Rhythmusbrechern härter als der «Hilly Saturday». An diesem Gigathlon kann die Entscheidung auch erst ganz am Schluss fallen.

Sie haben sich sehr intensiv vorbereitet.

Meine diesjährige Vorbereitung war ähnlich wie vor zwei Jahren. Wiederum baute ich seit Anfang Jahr fünf Trainingswochen in Lagern ein, aufgeteilt in vier Blöcke. Ich weilte in Italien, in Spanien und in St.Gallen. Diese Lager erlaubten mir, spezifische Reize zu setzen. 30 bis 40 Wochenstunden addierten sich in diesen Wochen. In den drei Wochen dazwischen beschränkte ich mich neben der Arbeit bei der Polizei auf 5 bis 10 Stunden. Zu dieser Periodisierung kam eine kleine Umstellung. Ich trainierte etwas intensiver und ich investierte ins Techniktraining.

Wer unterstützt Sie?

Ich baue auch da auf Bewährtem. Meine Freundin, mein Vater und ein befreundeter Velo-Mechaniker sind in meinem Helferteam dabei. Den Velo-Mechaniker teile ich mit Mitfavorit Dominik Spycher. Wir übernachten im Hotel.

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