Schildknecht: perfekter Saisonauftakt.
Am Ironman 70.3 California in Oceanside belegte «ewz power team»-Crack Ronnie Schildknecht Rang 3.
In Kalifornien glückte Ronnie Schildknecht ein viel versprechender Einstieg in die Saison 2009. Beim glänzend besetzten Halbironman-Rennen in Oceanside belegte er hinter dem Amerikaner Matthew Reed und dessen Landsmann Andy Potts Rang 3. 2:24 Minuten verlor er auf den Sieger, 38 Sekunden auf den Zweiten. «Ich bin überglücklich», freute sich Schildknecht nach dem Rennen.
Top auf dem Velo
Eine solide Schwimmleistung bildete die Basis zum Erfolg. An 26. Stelle lag Schildknecht nach den 1,9 Auftakt-Kilometern. Vier Minuten lag er hinter Vorjahressieger Potts, dem besten Schwimmer unter den Langdistanz-Spezialisten des Triathlons. Auch dank seines neuen aerodynamischen Rades (Cannondale Slice) und besserer Sitzposition konnte Schildknecht den Rückstand auf der Radstrecke bereits wettmachen. Abschnittsbestzeit wurde für ihn notiert. Schneller bewältigte er die 90 Meilen als der Radspezialist Björn Andersson: eine Referenz.
Beim Laufen musste Schildknecht leiden und für den Effort auf dem Rad etwas büssen. Gegen Reed und Potts fehlte die Kraft, um die Angriffe zu kontern und um den Sieg mitzufighten. Dennoch gehörte er auch hier zu den Besten. Schliesslich vermochte er den Kampf um Rang 3 mit Richie Cunningham (USA) für sich entscheiden. Mit Joe Gambles (USA) und Luke Bell (Au) liess er zwei weitere Top-Cracks hinter sich.
Weiter als 2008
In Anbetracht des Klassefeldes – «etwas Vergleichbares hatte ich noch nie angetroffen» – holte sich Schildknecht das angesteuerte Erfolgserlebnis. Nicht weniger als fünf mögliche Sieger hatte er vor dem Rennen nennen können. Stark präsentierte er sich bei dieser Konkurrenz. Und darum betonte er: «Dieses Resultat hat für mich Signalwirkung. Es zeigt, wie weit ich schon zu diesem frühen Zeitpunkt bin.» Besser als zum selben Zeitpunkt im letzten (Erfolgs-)Jahr fühlt er sich. Und von einer Topform spricht er (noch) nicht: «Er fahrungsgemäss brauche ich einige Rennen für die Wettkampfhärte», streicht er hervor.
Die weite Reise nach Kalifornien hat sich bezahlt gemacht – auch auf dem Weg zu den Saisonhöhepunkten: dem Ironman Switzerland und dem Ironman Hawaii.
Oceanside, Kalif. (Usa). Ironman 70.3 California (1,9/90/21,1 km).
Männer:
1. Matthew Reed (USA) 3:51:50.
2. Andy Potts (USA) 1:46. zurück
3. Ronnie Schildknecht «ewz power team» 2:24.
4. Richie Cunningham (USA) 2:48.
5. Joe Gambles (USA) 4:37.
6. Luke Bell (Au) 6:11