Martina van Berkel löscht Uralt-Rekord.
Am Hi-Point-Schwimm-Meeting in Zürich verbesserte Martina van Berkel vom «ewz power team» den ältesten Schweizer Rekord: Die 2:14,01-Minuten über 200 m Delphin auf der Langbahn von Carole Brook aus dem Jahr 1981 drückte sie auf 2:12,73.
Dass dieser Rekord fällig ist und sie in der Lage wäre, ihn zu verbessern, wusste Martina van Berkel. Aber sie staunte darüber, dass sie dies gleich um 1,85 Sekunden tun konnte. Und das in keinem bedeutenden Rennen. Das war ein reines Vorbereitungsrennen, ich war nicht spezifisch vorbereitet», sagte sie. Daraus folgerte sie: «Da liegt noch mehr drin.» Ihre Fortschritte hatte Martina van Berkel im Herbst bereits auf der Kurzbahn mit diversen Rekordverbesserungen unter Beweis gestellt.
Unter der Olympia-Limite.
Zurückschauen ist Martina van Berkels Art nicht. «Es geht vorwärts, was gewesen ist, ist gewesen.» Dennoch drängt sich ein kurzer Blick zurück auf. Mit dieser jüngsten Zeit hätte sie nämlich im vergangenen Frühling die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Peking geschafft. «Ich trauere dem nicht nach, damals war ich noch nicht bereit», sagt sie. Unterboten hat sie auch die Limite (2:12,91) für die Weltmeisterschaften dieses Jahres. Allerdings hat sie Wert bei den Schweizer Meisterschaften von Mitte März (ebenfalls in Oerlikon) zu erfüllen. «Das ist mein nächstes Ziel», sagt sie.
Ihre derzeitige Verfassung unterstreicht nicht nur das Rekordrennen, sondern auch jenes über 50 m Delphin: in 27,76 Sekunden schlug sie an – die WM-Limite über diese Distanz beträgt 27,60.