Auf Weltrekord – Pace.
Martina van Berkel nutzte an den Schweizer Vereinsmeisterschaften auf der Kurzbahn in Neuenburg ihre Hochform und sorgte mit den Rekordrennen 9, 10 und 11 erneut für Schlagzeilen.
Die erstaunlichste Leistung glückte der bald 20-Jährigen über 400 m Lagen. Sie pulverisierte in 4:42,97-Minuten die alte Bestmarke von Marina Ribi um über vier Sekunden. Und ihre eigene Bestzeit verbesserte sie um knapp 10 Sekunden. «Das ist eine unglaubliche Steigerung, diese ist aber auch zu relativieren», sagte sie. Ihre bisherige Bestmarke schwamm sie letzten Oktober, «völlig unvorbereitet und ohne schnellen Anzug» an den Regional-Meisterschaften.
Mehr staunen lässt ihre Durchgangszeit nach 200 m (in den Lagen Delphin und Rücken). Nur zwei Sekunden lag sie bei halber Distanz über dem Weltrekord von Mireia Belmonte Garcia (Sp). Im Ziel (nach Brust und Crawl) waren es 17 Sekunden. Für Martina van Berkel ist diese Diskrepanz erklärbar: «Mireia ist eine Crawl-/Brust-Spezialistin, und ich komme beim Brustschwimmen kaum vorwärts.»
Erstmals über 900 FINA-Punkte.
Ebenfalls für Rekordverbesserungen sorgte Martina van Berkel über 200 m Delphin und 200 m Rücken. Um 0,73 Sekunden auf 2:08,47-Minuten verbesserte sie sich im Delphin, um knapp eine halbe Sekunde im Rücken. «Die Delphin-Zeit ist international am wertvollsten», sagte sie. Erstmals in ihrer Karriere übertraf sie die 900-FINA-Punkte-Grenze. Im Rücken-Rekordrennen, ihrem ersten Rekordrennen des Wochenendes, hatte sie mit der Umstellung von der Lang- auf die Kurzbahn zu kämpfen: «Ich fand den Rhythmus nur schwer, das war ein ständiges Wenden.» Mit ihren Parforce-Leistungen trug Martina van Berkel massgeblich zum ersten Klubmeistertitel der Limmat Sharks bei den Frauen bei.