Wieder drei Rekorde von Martina van Berkel.

Wieder drei Rekorde von Martina van Berkel.
 
Martina van Berkel vom «ewz power team» hat sich an den Europameisterschaften in Rijeka (Kro) weiter gesteigert.
 
Martina van Berkel, diese Europameisterschaften bildeten den Höhepunkt Ihres Herbstes. Ist die Rechnung aufgegangen?
 
Martina van Berkel: Ganz klar, ja. Ich konnte mich weiter steigern, zum Vorjahr gar deutlich. Über drei von vier Distanzen schwamm ich neue persönliche Bestleistungen, über 50 m Delphin, 100 m Delphin und über 200 m Delphin. Die 59,54 Sekunden, respektive die 2:09,20-Minuten über die beiden längeren Distanzen bedeuten Schweizer Rekord. Ebenfalls trug ich zum Staffel-Rekord über 4×50 m Lagen bei.
 
Sie waren also wie geplant in Höchstform an diesen Titelkämpfen…
 
… und das war gar nicht so einfach, nachdem ich am Weltcup in Berlin und an den Schweizer Meisterschaften schon jeweils neue Bestmarken aufgestellt hatte.
 
Der 10. Rang über 200 m Delphin ist Ihr bestes Ergebnis?
 
Meine Lieblingsdistanz war dummerweise gleich die erste Entscheidung. Ich hätte gerne eine andere Distanz «zum Einschwimmen» genutzt. Den Einzug ins Finale verpasste ich hauchdünn. Trotzdem freute ich mich riesig. Ich bin sehr nahe dran. Nächstes Jahr wird es reichen.
 
Sie schwammen vier Sekunden schneller als letztes Jahr. Überrascht?
 
Fast vier Sekunden, das ist wirklich viel. Dagegen sind die sechs Zehntel, die mir jetzt noch ins Finale fehlen, wenig. Letztes Jahr hätte meine Zeit gereicht, doch nun schwimmen alle schneller. Auch über 100 m Delphin verbesserte ich mich nochmals um vier Zehntel. Es hat mich enorm gefreut, erneut die Minutengrenze zu durchbrochen zu haben. Platz 21 ist geht in Ordnung.
 
Die 50 m Delphin war bisher nicht Ihre Dizsiplin?
 
Nein, ich bin keine Sprinterin. Die 27,43 Sekunden waren so schlecht aber nicht. Und nur fünf Minuten danach konnte ich in der Staffel meine Leistung ebenfalls abrufen und zum Staffel-Rekord beitragen.
 
War dafür am Sonntag die Luft draussen?
 
Über 200 m Rücken blieb ich wirklich fast eine Sekunde über meine Bestleistung. Die vielen Wettkämpfe machten müde. Die Erkältung und der Husten hinderten. Ein Aufsteller war’s aber, neben Alexandra Putra (Fr), der späteren Europameisterin, neben Laure Manaudou (Fr) und der Vorjahressiegerin Anja Carmen (Slo) zu schwimmen. Und ich sage mir: Vor einem Jahr war ich an der EM 2:14-Minuten geschwommen. Jetzt bin ich bei 2:12,52 angekommen. Generell bin ich überrascht, wie meine eigenen Marken weiterpurzeln.
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