Vorfreude auf den nächsten Gigathlon.

Am Gigathlon vom 3. bis zum 5. Juli des nächsten Jahres möchte Roger Fischlin vom «ewz power team» Geschichte schreiben und zum dritten Mal in Folge als Gigathlon-Gesamtsieger ins Ziel laufen. Auf der Zielgeraden befindet er sich quasi. Sowohl den 24-Stunden-Gigathlon von Genf nach Bern vor gut drei Jahren wie auch die Wochenprüfung vom vorletzten Jahr dominierte er und kam in den Genuss dieser «unbeschreiblichen Gefühle».
 
Acht Monate vor dem nächsten Start beginnt er sich nun zu fokussieren. Neben seiner 100-Prozent-Anstellung bei der Kantonspolizei nutzt er die Abende und die Wochenenden fürs Training. Für gezielte Reize und das Erarbeiten einer soliden Basis will er drei Trainingslager einplanen. Ferien investiert er, Überzeit baut er so ab. Im Gegensatz zu den letzten beiden Gigathlons arbeitet er nicht mehr im Schichtbetrieb. «So lassen sich die Tagstunden weniger nutzen», sieht er einen Nachteil.
 
Attraktives Ostschweiz.
Im nächsten Juli fordert den 34-Jährigen neben der immer stärkeren Gegnerschaft eine Strecke von insgesamt 435 km und 8000 Höhenmetern – zu bewältigen in den bewährten Disziplinen Schwimmen, Bike, Rad, Inline und Laufen. Wenig anspruchsvoll präsentiert sich der «Cool Down Friday»: 17 km Radfahren, 20 km Biken, 6 km Inlinen, 0,6 km Schwimmen und die abschliessenden 5 Laufkilometer – alles mit verhältnismässig geringfügigen Höhendiffernzen. Und das Spezielle: eine Zeitmessung erfolgt nicht.
 
Happiger wird es am drauffolgenden «Hilly Saturday» mit 3 km Schwimmen von Rorschach nach Altenrhein, 59 km Inlineskaten nach Buchs/Schaan, 90-km-Velofahren mit 1700 Höhenmetern nach Oberriet (grösstenteils über liechtensteinisches, österreichisches und deutsches Gebiet. Es folgt ein 12-km-Lauf auf den Hohen Kasten mit 1400 Höhenmetern, eine Talfahrt mit der Seilbahn (Neutralisation) und  40 km mit dem Velo zurück nach St. Gallen mit weiteren 1200 Höhenmetern. Total ergibt dies 204 km mit 4400 Höhenmetern.
 
Nicht zu unterschätzen dürfte auch der «Flowing Sunday». Nach 41 Inline-Kilometern von St. Gallen nach Kreuzlingen, 2,8 Schwimmkilometern im Bodensee, einem 45 km BIke-Abschnitt nach Frauenfeld, 70 Velokilometern mit einer Schlaufe durchs Zürcher Tösstal nach Uzwil und abschliessenden 24 Laufkilometern zurück nach St. Gallen. Nochmals 182 km mit über 2700 Höhenmetern summieren sich in den fünf Disziplinen. «Bei dieser Streckenanlage wird die Entscheidung erst am Sonntag fallen», ist Fischlin überzeugt.
 
Die Vorfreude. 
«Ein Highlight für mich wird das Inlinen vom Samstag, Altenrhein – Buchs, das ist eine Superstrecke. Sie ist auf mich zugeschnitten», sagt Roger Fischlin. Als «emotional am Nachhaltigsten» stuft er den später folgenden Aufstieg auf den  Hohen Kasten ein. Fragt sich, was er denn als «die Knacknuss» betrachtet. Einen einzelnen Abschnitt hebt er nicht hervor. Vielmehr sagt er: «Die Herausforderung wird darin bestehen, dass sich alles in zwei Tagen entscheidet.» Schneller werde alles, ein höherer Rhythmus angeschlagen als vor zwei Jahren beim Siebentage-Gigathlon. Das führt zu einer zusätzlichen Komponente. Und Schnelldenker Fischlin spann seine Gedanken sogleich weiter in Richtung Taktik und Material. «Dieses Rennen wird erst am Sonntag entschieden, darauf gilt es sich auszurichten.» Und er hofft, die «unglaublichen Glücksgefühle, die sich beim finalen Zieleinlauf ergeben», liessen sich wiederholen….
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