Schildknecht wiederholt Ironman-Triumph.

Mit Ronnie Schildknecht setzte sich beim Ironman Switzerland zum vierten Mal in Folge ein Vertreter des «ewz power team» durch.  
 
Nach Christoph Mauch (2005), Stefan Riesen (2006) wiederholte nun Ronnie Schildknecht seinen Erfolg aus dem Vorjahr. Und ebenfalls eine eindrückliche Serie liess sich bei den Doppelerfolgen verbuchen. Vorletztes Jahr gewann Riesen vor Mathias Hecht, letztes Jahr Schildknecht ebenfalls vor Hecht, und heuer setzte sich Schildknecht vor Riesen durch.
 
Ein einzigartiger Triumphlauf des 29-jährigen Schildknecht war’s in diesem Jahr. Davon zeugen die hervorragende Schlusszeit von 8:16:05-Stunden für die 3,8 km Schwimmen, 180 km Velofahren und 42,2 km Laufen. Davon zeugt aber auch der Vorsprung von 16:04-Minuten auf Riesen. Notabene sprach dieser ebenfalls von einem starken Rennen, sagte aber auch: «Ronnie war derart überlegen, an diesem Tag wohl unschlagbar.»
 
Auch Schildknecht selber erlebte «einen praktisch perfekten Tag». Fest hielt er, noch nie einen vergleichbaren Tag durchlebt zu haben. Gut glückte ihm das Schwimmen – 51:59-Minuten für die 3,8 km, siebte Zeit. «Ab der ersten Pedalumdrehung» spürte er seine Kraft und die Leichtigkeit. Platz um Platz machte er gut. Bald vermochte er an der Spitze des Klassements Mathias Hecht abzulösen. Der Regen und die kühle Lufttemperatur von 13 Grad bremsten und hinderten ihn nicht. «Ich fühlte mich immer bestens, ich fror nie», betonte er. Mit einer Zeit von 4:27:43-Stunden distanzierte er die Konkurrenz auf dem Velo vorentscheidend. Gut 12 Minuten nahm er Riesen ab, schier 20 Minuten dem Deutschen Daniel Müller, etwas über 20 Minuten Frank Vytrisal, ebenfalls Deutschland. Hecht musste frühzeitig unterkühlt aufgeben.
 
Hervorragend fühlte sich Schildknecht auch auf der Laufstrecke, zumindest 30 km lang. Anfänglich baute er seine Reserve weiter aus. Als hart empfand er allerdings die letzten 10 Kilometer. «Ich musste beissen», sagte er. Allerdings fiel ihm dies nicht besonders schwer. Die Aussicht auf den triumphalen Zieleinlauf motivierte und beflügelte. Und im Ziel bestand er auch den Interview-Marathon mit Bravour. Mit einer bravourösen Leichtigkeit, mit Witz und Tiefsinn beantwortete er Fragen vom Speaker, ebenso wie jene der Journalisten.
 
Auch Riesen überzeugend.
 
Ebenfalls ein starkes Rennen glückte Stefan Riesen. Der Sieger der vorletzten Austragung stürzte zwar im Kreisel in Feldbach mit dem Velo – «mein eigener Fehler, ich war zu unkonzentriert». Darauf wollte er aber seinen grossen Rückstand im Veloabschnitt nicht zurückführen. Die Schürfungen und Quetschungen an Schulter, Ellenbogen und Hüfte verspürte er (vorerst) nicht. Vielmehr «machte sich zusätzliche Energie frei». Dennoch befriedigte ihn die gesamte Veloleistung nicht ganz: «Ich war etwas blockiert.» Behindert fühlte er sich erst beim Laufen. Trotzdem gelang ihm auf dem Marathon mit einer Zeit von 2:53:01-Stunden die Abschnittsbestzeit – im Vergleich: Schildknecht benötigte 2:54:00.  
 
Zürich. Ironman Switzerland (3,8/180/42,2 km),

Männer Overall:

 
1. Ronnie Schildknecht «ewz power team»  8:16:05
2. Stefan Riesen «ewz power team»  8:32:10
3. Frank Vytrisal (D)  8:40:53
4. Daniel Müller (D) 8:42:47
5. Nick Saunders (Gb)  8:47:23
6. Petr Vabrousek (Tch)  8:53:05
7. Christophe Bastie (Fr)  8:54:31
8. Joseph Spindler (D)  8:54:44
9. Hans Daugaard (Dän)  9:01:09
10.Uwe Kappelhoff (D)  9:02:13
 
Frauen Overall:
 
1. Sibylle Matter (Plaffeien)  9:30:12
2. Kathrin Pätzold (D)  9:35:05
3. Caroline Steffen (Cham)  9:37:24
29. Salvisberg Renata 10:43:21  (Mutter der Salvisberg-Brüder)
33. Hofer Andrea «ewz power team» 10:49:38
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