Martina van Berkel – erflogreichste Titelsammlerin.

Mit vier Einzelgoldmedaillen war Martina van Berkel die erfolgreichste Schwimmerin an den Schweizer Langbahn-Meisterschaften in Genf.

 

Vier Final schwamm Martina van Berkel und jedes Mal schlug das Mitglied des «ewz power team» als erstes an: über 100 m Rücken, 200 m Rücken, 100 m Delphin und 200 m Delphin. Hinzu kamen zwei weitere Medaillengewinne mit Staffel. Silber gewann sie in den Reihen der Limmat Sharks über 4 x 100 m Lagen, Bronze über 4 x 200 m Crawl. Zwecks Kanalisierung der Kräfte verzichtete sie auf weitere (wohl ebenfalls medaillenträchtige) Einsätze. Martina van Berkel freute sich und hielt fest: «Bezüglich Medaillen kann ich nicht klagen.» Niemand kehrte mit einer reichhaltigeren Sammlung an Edelmetall heim von diesen Titelkämpfen. 
 
Mit einer zweiten Vorgabe an sich, war Martina van Berkel angetreten. Neue Bestzeiten wollte sie ansteuern. Auch das glückte. Sowohl über 100 m Rücken (1:05,30) wie über 200 m Rücken (2:20,03) steigerte sich die     19-jährige Publizistik- und Ethnologie-Studentin.
 
Ganz nach Plan verliefen diese Titelkämpfe dennoch nicht. In ihrer Parade-Disziplin 200 m Delphin nahm sie nochmals Anlauf auf die Limite für die Olympischen Spiele in Peking. 2:12,26-Minuten wären zumindest gefordert gewesen. 2:19,05 wurden für sie gestoppt. Da fehlte doch etliches. Kritisch hielt sie fest: «Dieses Hauptrennen ging völlig an mir vorbei.». So schwamm sie die ersten 100 m viel zu rasch an. Jenen Rhythmus konnte sie keineswegs halten. Technisch und physisch brach sie ein.
  
Begraben muss Martina van Berkel den Olympiatraum allerdings noch nicht. Alle jene Schwimmerinnen und Schwimmer, welche die internationale B-Limite erfüllt haben, erhalten eine einzige weitere Startgelegenheit bis am 1. Juni zugesprochen. Martina van Berkel gehört dazu. Am letzten April-Wochenende will sie ihre Chance in Wien nutzen. 
 
Die 100 m Delphin gewann Martina van Berkel mit dem knappen Vorsprung von 15 Hundertsteln in 1:03,26 vor der Tessinerin Maria Ugolkova.
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