Schildknecht: «Habe mich selber überrascht».

Wegen des hohen Wasserstandes der Aare wurde der traditionelle Solothurn Triathlon zum Duathlon. Ronnie Schildknecht bedauerte: «Ich wäre gerne geschwommen.» Am Start hindern liess er sich aber nicht. Schliesslich war er von weit her, aus dem Höhentraining in St. Moritz direkt angereist. Ein Experiment sollte dieser Wettkampf auch darstellen. Wie reagiert der Körper auf einen solchen Reiz? hiess seine zentrale Frage.
 
Gewinnen hatte überhaupt nicht im Vordergrund gestanden, zumal er die ersten drei Wochen nach seinem Triumph von Zürich nur sehr wenig getan hatte und erst eine Woche im Neuaufbau stand. Schildknecht aber gewann. Die ersten 6 Laufkilometer legte er im Gleichschritt mit Teamkollege Stefan Riesen zurück. Er wechselte etwas schneller und stellte bald fest, dass der Ironman-Sieger des letzten Jahres nicht aufschliesst. Zwei Mal schaute er zurück. Das zweite Mal sah er Riesen nicht mehr. Gut zwei Minuten betrug der Vorsprung beim Wechsel. «Da ging es nur noch ums Verwalten», lachte Schildknecht und bilanzierend hielt er fest: «Ich habe mich selber überrascht.» Und gleich anschliessend fuhr er wieder in Engadin für eine weitere Höhentrainingswoche.
 
Solothurn Triathlon, ausgetragen als Duathlon
(6/40/11.5 km)
 
Pro-Herren:
2.) Stefan Riesen (ewz power team)
2:36
3.) Andreas Grütter (Niederwangen b. Bern)
5:01
4.) Manuel Küng (Bütschwil)
6:21
5.) Patrick Wallimann (Alpnach Dorf)
6:38
6.) Manuel Wyss (Zürich)
7:16
7.) Christoph Mauch (ewz power team)
8:46
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