Schildkencht gewinnt Ironman – vor Hecht.
«Zürich gewinnen ist das Grösste, was ich mir denken kann», sagte Ronnie Schildknecht im Ziel auf der Landiwiese begeistert. Die 3,8 km Schwimmen, 180 km Velo fahren und 42,2 km Laufen des Ironman Switzerland hatte er soeben bewältigt. 8:25-Stunden exakt benötigte er dazu. Nun genoss er die Ovationen der Anhänger, ehe er sich in den Athletes Garden zurückzog.
Kein perfektes Rennen
Schildknecht kam zu seinem grössten Erfolg. Von einem perfekten Rennen allerdings wollte er nicht reden. Schlecht habe er sich auf dem Velo gefühlt. Nicht den gewohnt hohen Druck auf die Pedalen vermochte er auf der zweiten Hälfte zu erzeugen. «Wohl ass ich zu viel Powergel», vermutete er. Einen Rückstand von 7:36-Minuten auf Teamkollege Mathias Hecht musste er hinnehmen. Beim Laufen erholte er sich aber plötzlich. Bereits auf der ersten Hälfte der 42,2 km machte er den Rückstand praktisch wett. Er überholte Hecht – dieser war wiederum durch ein Logensyndrom im Oberschenkel gehindert. Schildknechts Sieg war fortan nicht mehr gefährdet. In 2:53:12-Stunden lief er den Marathon – es sollte die zweibeste Abschnittszeit bleiben.
Der Sieg am Ironman Switzerland ist Schildknechts grösster Erfolg, obwohl er in diesem Frühling auf einer eigentlichen Welle des Erfolgs reitet. Vize-Weltmeister war er an der Duathlon-WM Ende April geworden. Den Sprint-Triathlon in Stettfurt entschied er für sich. Und vor allem die Premiere des Ironman 70.3 in Rapperswil gewann er – nur drei Wochen vor dem Ironman. «Diese Rennen dienten alle zur Vorbereitung», sagte er. Der Erfolg gibt und seinem Trainer Marc Bamert nun in allen Belangen Recht.
Hecht: «Ich roch den Sieg»
Wie im Vorjahr mit Platz 2 (damals hinter Stefan Riesen) zufrieden geben musste sich Mathias Hecht. Konfrontiert wurde er anschliessend mit der Frage der Medienleute, ob nun Freude oder Enttäuschung überwiegten. Seine Antwort tönte so: «Ich roch den Sieg ganz fest, aber das Bein hinderte derart stark, dass ich unter diesen Umständen nicht enttäuscht sein will.» Schon seit rund einem halben Jahr hindert ihn ein schwer zu diagnostizierender Schmerz im Oberschenkel. Auf diese Verletzung ist auch zurückzuführen, dass Hecht die gewünschten Resultate in diesem Frühling nicht hatte abliefern können – Ausnahme: VW-Circuit-Rennen in Murten. Zu Zürich sagte er trotz Abschnittsbestzeiten auf dem Velo und im Schwimmen: «Ab Runde zwei schmerzte der Oberschenkel derart, dass ich schliesslich froh bin, überhaupt ins Ziel gekommen zu sein.» 3:08:36-Stunden benötigte er für den Marathon. Es war lediglich die zehntbeste Zeit.
Aufgegeben nach 120-Velokilometern hatte Vorjahressieger Stefan Riesen – an 6. Stelle. Schmerzen, die vom Rücken bis in die Beine ausstrahlten, verunmöglichten ihm, auf dem Velo zu forcieren.
Ironman Switzerland – Zürich
3,8 km Schwimmen – 180 km Radfahren – 42,195 km Laufen
3,8 km Schwimmen – 180 km Radfahren – 42,195 km Laufen
Herren
1) Ronnie Schildknecht (ewz power team) 8:25:00
2) Mathias Hecht (ewz power team) 8:32:48
3) Jozsef Majr (Ung) 8:40:03
4) Martin Leumann (Bubikon) 8:48:28
5) Tim Berkel (Aus) 8:49:09
6) Joseph Spindler (Ger) 8:52: 00
7) Finn Kaczmarek (Den) 8:52:35
41) Laurent Jalabert (Fra) 9:24:29
2) Mathias Hecht (ewz power team) 8:32:48
3) Jozsef Majr (Ung) 8:40:03
4) Martin Leumann (Bubikon) 8:48:28
5) Tim Berkel (Aus) 8:49:09
6) Joseph Spindler (Ger) 8:52: 00
7) Finn Kaczmarek (Den) 8:52:35
41) Laurent Jalabert (Fra) 9:24:29
59) Gyagang Gontscho (ewz power team) 9:35:05
671) René Hofstetter (ewz power team) 11:24.52
Frauen
1) Rebecca Preston (Aus) 9:20:43
2) Sibylle Matter (Plaffeien) 9:26:06
3) Alison Fitch (Aus) 9:31:47
4) Gina Ferguson (Nzl) 9:41:26
5) Sonja Tajsich (Ger) 9:42:45
6) Sofie Goos (Bel) 9:49:22
9) Simone Bürli (ewz power team) 10:00:02
1) Rebecca Preston (Aus) 9:20:43
2) Sibylle Matter (Plaffeien) 9:26:06
3) Alison Fitch (Aus) 9:31:47
4) Gina Ferguson (Nzl) 9:41:26
5) Sonja Tajsich (Ger) 9:42:45
6) Sofie Goos (Bel) 9:49:22
9) Simone Bürli (ewz power team) 10:00:02
24.06.2007 -
Rahel Küng,
Sven Riederer,
Stefan Riesen,
Andrea Salvisberg,
Florin Salvisberg,
Lukas Salvisberg,
Ronnie Schildknecht,
Marc Bamert,
Simone Bürli,
Roger Fischlin,
Claudia Günsberg,
Andrea Hofer,
René Hofstetter,
Gert Kilbert,
Dominik Rechtsteiner,
Fabian Salvisberg,
Renate Salvisberg,
Sandro Schmid,
Urban Schumacher,
Martin Soliva,
Martina van Berkel,
Matthias Stamberger,
Markus Dietschi,
Walter Frei,
Heinrich Griesel,
René Guhler,
Kunckuck Gyagang,
David Hearn,
Sarah Hruby,
Guido Lanter,
Robin Lörtscher,
Walter Reichmuth,
Jörg Rickli,
Martin Rosser,
Richard Schmid,
Bruno Steiger,
Hansruedi Strebel,
Reto Vogel,
Erwin Zehnder,
Elena Cavallasca,
Nicole Hofer,