Hug 15. und bester Schweizer.

Bis zu einem Viertel der Laufdistanz lag Hug viel versprechend im Rennen. An fünfter Stelle passierte er. Allerdings stellte er dann fest: «Dieser Rhythmus ist für mich derzeit eine Stufe zu hoch.» Er musste abreissen lassen und lief schliesslich als 15, 1:34-Minuten hinter dem neuen Europameister Javier Gomez (Sp) ein. «Ich gab alles, aber derzeit liegt einfach nicht mehr drin», sagte er. Durch die Doppelbelastung mit der Ausbildung zum Physiotherapeuten kommt er nicht zu den gewünschten Trainingsumfängen. Darum schloss er: «Dieses Resultat erstaunt mich nicht und es frustriert auch nicht.» Ab Oktober wird er sich wieder vollumfänglich dem Triathlonsport zuwenden.
 
Und zum Feiern kam Hug dennoch. Seine Freundin Nicola Spirig gewann im Frauenrennen die Bronzemedaille und damit ihr erstes internationales Edelmetall in der Kategorie der Aktiven. Auf dem Weg zu diesem Erfolg trug sie jene Sonnenbrille, mit der Hug 1999 auf Madeira Europameister geworden war. Als «gutes Omen» betrachtete sie dies – zu Recht.
 
 
Kopenhagen (Dä). Triathlon Europameisterschaft (1,5/40/10 km):
 

1) Javier Gomez (Sp)
1:51:58
2) Jan Frodeno (D)
0:18 zurück
3) Daniel Unger (D)
0:32
4) Rasmus Henning (Dä)
0:34
15) Reto Hug (ewz power team)
1:34
23) Ruedi Wild (Sz)
2:03
24) Charly Rusterholz (Sz)
2:26
39) Sébastien Gacond (Sz)
3:59
49) Mike Aigroz (Sz)
4:50

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